Standort: Celle
Wettbewerb: 1. Preis 2003
Bauherr: Kunst-Stiftung Celle
Bauzeit: 2005–2006
LP: 1–9
BGF: 165 m²

Kunstmuseum mit Sammlung Robert Simon, Celle

Der 1992 errichtete Erweiterungsbau des Bomannmuseums wurde im Zuge der Neuordnung der städtischen Museumslandschaft (Residenzmuseum/Schloss – Bomann-Museum – Kunstmuseum) für die Nutzung als Kunstmuseum umgebaut und erweitert.

Das Kunstmuseum wird auf sämtliche Flächen, außer dem vom Bomann-Museum genutzten Sockelgeschoss, für Ausstellungen genutzt. Hierzu bestand zunächst die Forderung nach einem signifikanten, selbstbewussten und eigenständigen Eingangsbauwerk, das der Bedeutung des Kunstmuseum innerhalb der Celler Museumlandschaft gerecht wird.

Das geplante, zwei-geschossige Eingangsbauwerk führt die Hauptkubatur der 1992 realisierten Erweiterung fort und definiert als kubischer, vollständig mit Mattglas umhüllter Kopfbau die neue Eingangssituation.

Eine hinterleuchtete Fassade wird von Klarglasflächen im Erdgeschoss, an den Übergangsfugen zum vorhandenen Baukörper und in unregelmäßiger Abfolge an der Gebäudeecke zum Bomann-Museum unterbrochen und akzentuiert.

Das ca. 5,80m hohe, zur Straße angelegte Foyer, vermittelt mit der Möglichkeit zur außergewöhnlichen Präsentation von Skulpturen, Bildern und Installationen zwischen Stadt und Museum. Hier sind zusätzlich, je nach Bedarf und Ausstellungsinszenierung, Empfangsfunktionen für Besucherinnen und Besucher untergebracht (Garderoben, Empfangs-/Kassendesk). Für Rollstuhlfahrer wurde eine Hebebühne zur Überbrückung des Niveauversprunges von der Straße zum Erdgeschoss (ca. 2m) eingebaut.

Im Obergeschoss der neuen Erweiterung entstand ein multifunktional nutzbarer Raum als "white cube", ausgestattet mit Video-/Audio- und Vortragstechnik.