Standort: Friesoythe
Wettbewerb: 06 | 2018
Bauherr: Stadt Oldenburg

Elisabethschule Friesoythe

Die Elisabethschule soll in jeder Hinsicht von herausragender Qualität sein – funktional und wirtschaftlich, gestalterisch und ökologisch. Alt und Neu sind untereinander ver­bunden. Die Außen- und Innenarchitektur sowie der Freiraum folgen den aktuellen Lernanforderun­gen und -formen und bringen in seiner ästhe­tischen Gestaltung die Grundideen ihrer inhaltli­chen Konzepte zum Ausdruck.

Städtebauliche Setzungen - Schule neu denken!

Mit der geplanten Erweiterung wird die Elisabethschule zu einem modernen, bedarfsgerechten Schulgebäude als Förderzentrum umgebaut, das sich durch Ausrichtung und Einbindung selbstbewusst in den städtebaulichen Kontext einfügt. Neu definierte Raumkanten fassen den öffentlichen Raum entlang des nördlichen Abschnittes Großer-Kamp-Ost und binden den Straßenraum mit Fußwegen und Stellplätzen und die vorhandene Sporthalle in das Entwurfskonzept ein. Die architektonisch-städtebauliche Haltung bildet dabei die Entwurfsstrategie für die Entwicklung eines ganzheitlichen, identitätsstiftenden Gesamtkonzeptes. Schule soll neu gedacht werden und dabei als ganztägiger Lebens- und Lernort begriffen werden.

Erweiterung und Bestand - Leben und Lernen!

Der Entwurf bezieht sich ausdrücklich auf das Gesamtensemble der Schule – der Erweiterungsneubau formuliert im besten Sinne das „Weiterbauen“: Struktur, Typologie und Qualitäten des Bestandes werden analysiert und in das Gesamtkonzept mit einer schlüssigen Verteilung der Baumassen eingebunden. Notwendige Eingriffe und Teilumbauten im Altbau sind vorgesehen, um die Zielsetzung eines modernen, als Gesamtensemble zu lesenden Schulgebäudes umzusetzen.

Vorplatz und Entree der Schule- Präsenz zeigen!

Das Grundstück der neuen Schulanlage wird durch einen parallel zur Straße vorgeschalteten Eingangsbereich mit einer Bring- und Abholzone erschlossen. Dieser Vorplatz wird filterartig durch eine Baustruktur aus Toren, Neben- und Lagerräumen vom öffentlichen Raum abgetrennt und gewährleistet eine größtmögliche Sicherheit beim Kommen und Gehen der Schüler. Kreisförmige Inseln mit hölzerner Sitzkante, vegetativ gestalteter Mitte und neu gepflanzten Bäumen bieten Aufenthaltsqualität in lichtem Schatten und dienen als Wartezone für die SchülerInnen. Die klare Struktur und direkte Verbindung zum Haupteingang gewährleisten eine reibungslose Abwicklung des Bring- und Abholverkehrs auf dem Gelände. Die an der Straße vorgelagerte Wartezone für Kleinbusse verhindert einen Verkehrsstau auf dem Schulgelände. Der Vorplatzwird zum verbindenden Element und zum zentralen Ankunftspunkt für alle Schüler.

Schulhof / Freianlagen - hochwertige schulische Außenräume und inspirierende Lernorte entwickeln!

Nördlich und östlich des Schulneubaus öffnet sich eine Spiel- und Lernlandschaft, die sich sensibel in den Bestand einfügt. Gerahmt von den wertvollen Bestandsgehölzen entsteht eine spannende Raumfolge, die unterschiedliche Spiel-, Sport- und Rückzugsangebote schafft und durch unterschiedliche Materialien auch haptisch dieser Differenzierung folgt.